Daytrading- versus Positionstrading

Wer das Forex Trading lernen möchte, fragt sich gleich zu Beginn, ob er Day- oder Positionstrading betreiben soll. Es ist beides möglich, aber professionelle Forex-Trader bevorzugen das Daytrading.

Was spricht gegen das Positionstrading?

Der Devisenhandel findet rund um die Uhr statt. Beim Positionstrading ginge es nun darum, eine Position über Tage, Wochen und möglicherweise Monate zu halten, weil der Anleger davon überzeugt ist, dass der Trend so lange anhält. Das ist theoretisch auch möglich, doch wenn der Anleger ein vergleichsweise preiswertes Derivat gewählt hat, dessen Knock-out-Schwelle nicht weit entfernt liegt, so besteht die Gefahr, dass dieses overnight durch Handelsaktivitäten in anderen Weltregionen diese Schwelle erreicht. Bei börslich gebuchten Knock-outs greift dann nicht einmal ein Stopploss. Bei den CFDs, die spezialisierte Broker zur Verfügung stellen, ist möglicherweise auch nachts ein Eingriff möglich, aber welcher Trader kann Tag und Nacht die Kurse beobachten? Daher gilt: Wer im Forex-Bereich Positionstrading betreibt, muss zu großen Risiken bei vergleichsweise sehr kleinen Positionen (mit denen dann auch kein großer Gewinn entsteht) bereit sein.

Forex Daytrading

Die meisten Forex Trader entscheiden sich nach einer kürzeren Zeit der Marktbeobachtung für das Forex Daytrading. Scalping ist auch möglich, sei aber nur Personen mit viel Geld, starken Nerven und großer Erfahrung + Know-how empfohlen. Beim Daytrading besteht das Ziel darin, eine Position möglichst morgens nach der Eröffnung einzugehen. Wenn der Broker schon morgens um 07.00 oder 08.00 Uhr das Setzen eines Stopps unter einen CFD ermöglicht, kann der Trader diese Tageszeit wählen. Sollte er sich für Knock-outs entscheiden, die börslich platziert werden, greift ein Stopp erst ab 09.00 h (bis 20.00 h). Wichtig ist es jetzt, ein Setup zu finden, das nach Möglichkeit zu einem über Stunden anhaltenden Trend führt. Während des Tages zieht der Trader seine Stopps nach, vor Börsenschluss löst er die Position auf. Wer mag, kann einen winzigen Teil der Position für das Positionstrading stehenlassen.