Was ist die Forex

Forex heißt “Foreign exchange market” (Devisen- oder (Währungsmarkt), Forex ist ebenso wie FX-Markt eine gängige Bezeichnung. Dort werden Währungen gegeneinander gehandelt, ein im internationalen Handelsgeschehen unumgänglicher Vorgang. Diesen Handel gibt es schon so lange wie die Weltwirtschaftsgeschichte. Wenn Waren, Rohstoffe, Arbeits- und Dienstleistungen in einer Währung produziert/gefördert und im grenzüberschreitenden Handelsverkehr in einer anderen Währung verkauft werden, ergibt sich zwangsläufig ein Verhältnis der Währungen zueinander. Dieses Verhältnis unterliegt den Gesetzen von Angebot und Nachfrage. Unternehmen, Staaten und Privatpersonen besitzen mehr oder weniger viele Devisen anderer Länder, für die sie dort einkaufen möchten. Sie können sie auch gegen die Währung des eigenen Landes eintauschen. Dadurch entstehen Angebotsüberhänge und -verknappungen und in der Folge Kursschwankungen. Diese Kursschwankungen lassen sich an der Forex handeln. Der Handel ist auch notwendig, um ungesunde Ungleichgewichte zwischen Währungen zu glätten und den Handel aufrecht zu erhalten. Die Handelszeiten an der Forex lassen bis auf das Wochenende einen fast durchgehenden Handel zu.

Beispiele für den nötigen Forex-Handel

Ein Unternehmen kauft in einem anderen Land Rohstoffe in der üblichen Währung (Öl beispielsweise wird in Dollar gehandelt), es verkauft seine Produkte im eigenen und in fremden Ländern, auch verlagert es seine Produktion wenigstens teilweise ins Ausland und bezahlt die dortigen Arbeiter in ihrer Landeswährung. Die Produkte werden in anderen Ländern – zum Beispiel auch auf dem Heimatmarkt des Unternehmens – in anderen Währungen verkauft. Das Unternehmen tauscht daher Erlöse aus einer Währung in die andere, um Arbeiter anderer Staaten und Rohstoffe aus anderen Staaten bezahlen zu können. Für diesen nötigen Handel der Währungen benötigt das Unternehmen die Forex. Auch Banken tauschen permanent Devisen, im kleinen Stil wechseln reisende Privatpersonen oder Geschäftsleute ihr einheimisches Geld in die Währung des Ziellandes.

Umfang der Forex

Der Devisenhandel war lange Zeit über Spezialbörsen organisiert, doch im 21. Jahrhundert findet er zwischen den Marktteilnehmern statt. Daher lässt er sich nicht mehr lokalisieren. In der Regel schließen sich mehrere große Marktteilnehmer – multinationale Konzerne, Großbanken und stark kapitalisierte Forex-Broker – zu Electronic Communication Networks (ECNs) zusammen, um den Forex-Handel blitzschnell bei ausreichender Liquidität abzuwickeln. Die Umsätze sind gigantisch, sie liegen im Jahr 2017 zwischen fünf und sechs Billionen Dollar täglich. Diese gewaltige Liquidität hat Konsequenzen. An der Forex sind im großen Durchschnitt aller auf der Welt gehandelten Werte die größten Kursschwankungen in kürzester Zeit zu beobachten. Das ist der Hauptgrund, warum viele Privatpersonen das Forex Trading lernen möchten. Wer auf Aktien und selbst auf von ihnen abgeleitete Derivate setzt, muss oft wochen- und monatelang auf nennenswerte Kursbewegungen warten, während an der Forex große Preisveränderungen im Stunden- und Minutentakt stattfinden.

Preisbildung und technischer Handel an der Forex

Das Angebot an der Forex sind in makroökonomischer Hinsicht die Nettoauslandsinvestitionen eines Staates beziehungsweise all seiner Marktteilnehmer (also auch der im Ausland investierenden Unternehmen). Die Nachfrage entsteht durch die Nettoexporte dieses Landes. Der technische Handel an der Forex findet international und werktags rund um die Uhr statt. Aus mitteleuropäischer Sicht liegen die Forex Handelszeiten – Feiertage ausgenommen – zwischen Sonntag 23.00 h bis Freitag 23.00 h MESZ.