Der Einsatz von Indikatoren beim Forex-Handel

Forex Indikatoren sind beliebte Hilfsmittel vieler Forex Trader. Diese Indikatoren liefern Hinweise auf mögliche Kursentwicklungen, die sich aus dem gegenwärtigen Geschehen ergeben. Dabei müssen Trader wissen: Ein Indikator kann nicht zaubern. Er deutet sehr wahrscheinliche Tendenzen an, die der Trader mühsam sonst anhand von Linien- und Balkencharts errechnen müsste. Die Aussagen des Indikators sind mathematisch genau, Prognosen treffen mit einer gewissen Wahrscheinlichkeit ein. Zu 100 % sicher sind sie natürlich nicht, denn auch der Indikator kennt nur die Vergangenheit, während wir als Trader die Zukunft handeln. Im Folgenden stellen wir die wichtigsten Indikatoren für den Forex-Handel vor. Wer das Forex Trading lernen möchte, sollte davon gehört haben.

Bollinger Bänder

Der Indikator wurde vom Namensgeber John Bollinger in den 1980er Jahren entwickelt. Das System geht davon aus, dass ein Trend um einen Mittelwert zwischen einem oberen und einem unteren Extrem pendelt. Der Indikator ist bei Analysten außerordentlich beliebt, praktisch jeder Trader setzt ihn ein. Selbst Trader, die ansonsten den Oszillatoren sehr skeptisch gegenüberstehen, nutzen die Bollinger Bänder. Das Funktionsprinzip lautet, die Kurswerte einer längeren Periode zueinander in eine bestimmte Relation zu bringen, um ein oberes, mittleres und unteres Band zeichnen zu können. Ausbrüche ergeben sich beim Durchbruch durch das obere oder untere Band, bei der Bildung eines Plateaus können Trader von einer Trendwende ausgehen. Ansonsten umschließen die äußeren Bollinger Bänder einfach einen Aufwärts- oder Abwärtstrend.

RSI Indikator

Der RSI – Relativ Strenth Index – kennzeichnet die “relative Stärke” eines Kurses. Wenn dieser vom errechneten Mitttelwert abweicht, ergeben sich Handelssignale. Eine Abweichung nach unten ist eine Kaufgelegenheit für die jeweilige Währung, beim RSI-Ausschlag nach oben sollte diese verkauft werden. Der RSI gilt zwischen 30 und 70 % als neutral.

Moving Average Convergence/Divergence

Der MACD errechnet die Differenz zwischen gleitenden Durchschnitten. Gerald Appel veröffentlichte schon 1979 diesen Indikator, der bis heute gern von Analysten eingesetzt wird. Er bestätigt analytische Trends.

Stochastik Oszillator

Mithilfe der Stochastik lassen sich mathematisch Vermutung begründen. Der Stochastik Oszillator greift diese Methode auf, um die Wahrscheinlichkeit einer Kursentwicklung zu untermauern. Da es immer nur um Wahrscheinlichkeiten geht, sollte der Indikator nur zusätzlich zu anderen Signalen herangezogen werden.

Pivot Points Indikator

Mit Pivotpunkten lassen sich Widerstände und Unterstützungen in einem Chart bestimmen. Es entstehen daraus optimierte Kauf- und Verkaufssignale. Der Indikator wird im Forex Trading für interessante Perioden angewendet und zeigt an, wo Trader mit ihren Positionen ein- oder aussteigen sollten.

Fibonacci Retracement

Die Fibonacci Zahlenreihe stammt vom gleichnamigen Mathematiker aus Pisa, der im frühen 13. Jahrhundert wirkte. Sie ist ein anerkanntes mathematisches Prinzip, das von der Annahme ausgeht, die Märkte werden eine Kursentwicklung nach Erreichen eines Fibonacci Punktes selbstständig regulieren – es kommt zum Retracement. Trader setzen diesen Indikator gern zur Überprüfung weiterer Signale ein.

Ichimoku Kinko Hyo Indikator

Der Ichimoku stellt ein Indikatoren-System dar und wird durch fünf Indikatorlinien mit unterschiedlichen Parametern gebildet. Daraus ergeben sich gewichtete Linien für unterschiedliche Tradingmethoden. Das Chartbild wird dadurch ausgezeichnet visualisiert.

Donchian Channel Indikator

Dieser Indikator ergibt sich aus den Höchst- und Tiefstständen der letzten Tage und bildet die Preisveränderungen in einem mittleren Zeitraum ab. Sollten die Preise stabil bleiben, ist der Indikator schmal, bei Veränderungen verbreitert er sich. In volatilen Märkten ist der Indikator sehr hilfreich.

CCI Indikator

Donald Lambert entwickelte den Commodity Channel Index um 1980 eigentlich für die Rohstoffmärkte, inzwischen setzen ihn auch Forex-Trader ein. Der CCI errechnet den gleitenden Durchschnitt und setzt ihn zum aktuellen Kurs ins Verhältnis. Bei großen Abweichungen ergeben sich Kauf- und Verkaufssignale.

ADX

Dieser Indikator (Average Directional Movement) zeigt ähnlich wie der RSI die Trendstärke an und gilt als nachlaufend. Welles Wilder entwickelte ihn im Jahr 1978. Die Anwendung ist nur im Zusammenhang mit zusätzlichen Richtungsindikatoren sinnvoll.

Es gibt noch weitaus mehr Indikatoren, die beispielsweise in MetaTrader Programmen verwendet werden können.