Kosten

Es gibt prinzipiell zwei Kostenbereiche bei jeder Order, die der Broker ausführt: Ordergebühren und Spread. Doch gerade die Ordergebühren werden nicht in jedem Fall verlangt. Die meisten CFDs (außer auf Aktien und auf bestimmte ETFs) können kostenlos gehandelt werden. Es gibt sogar CFDs ohne Spread, bei denen sich freilich die Frage stellt, wie der Broker daran verdienen will. Wenn ganze Lots (oder Mini-, Microlots) gehandelt werden, verlangen die Broker manchmal Ordergebühren, manchmal nur den Spread, der wiederum fix oder variabel ausfallen kann. Die Spreads können also der weitaus größte Kostenpunkt beim Forexhandel sein. Sie fallen nicht nur zwischen den Brokern, sondern auch bei ein und demselben Broker zwischen den Währungspaaren und ebenso zu unterschiedlichen Tageszeiten verschieden aus. Trader müssen sich über diesen Kostenpunkt daher stets informieren.

Einfluss von Ordergebühr, Spread und Positionsgröße auf den Gewinn

Wenn für eine Order eine Ordergebühr verlangt wird, so hat die Positionsgröße Einfluss auf den möglichen Gewinn beziehungsweise das Risikomanagement. Sollte die Gebühr beispielsweise acht Euro betragen und die Position so groß sein, dass selbst ein Teil von ihr bei ein oder zwei Pips Gewinn zur Kostendeckung genügt, dann werden viele Trader den Stopp so weit heranziehen, dass sie mit einem Teil der Position zunächst die Kosten decken. Der Rest erhält nochmals ein bis zwei Stopps und wird fortan “kostenfrei” gehandelt. Wenn es aber keine Ordergebühr gibt, dann hat der Spread als verbleibender Kostenpunkt keinerlei Einfluss auf die Risikobetrachtung im Verhältnis zur Positionsgröße. Wohl aber ist dann der Spread ein Kostenfaktor, der in Rechnung zu stellen ist.

Sollen Werte mit hohen Spreads überhaupt gehandelt werden?

Gerade im Forex-Bereich werden manche Exoten mit exorbitant hohen Spreads gehandelt. Trader bezweifeln, dass in solchen Fällen überhaupt jemals mit dem Wert Geld verdient werden kann, doch das könnte dennoch möglich sein. Manche Exoten bewegen sich zeitweise sehr stark, der Spread wird also verdient. Es gibt dennoch nicht den zwangsläufigen Zusammenhang “hoher Spread = starke Bewegung”. Der Broker könnte den Spread einfach wegen mangelnder Liquidität und Handelsbereitschaft von Marktteilnehmern so hoch angesetzt haben, damit er überhaupt noch seine Kosten decken kann. Wenn sich Trader für Exoten interessieren, müssen sie vorab durchrechnen, ob bei der aktuellen Volatilität und dem hohen Spread ein Gewinn möglich wäre. Die aktuelle Volatilität ist die der letzten Stunden und bestenfalls der letzten zwei bis drei Tage. Diese könnte sich zunächst fortsetzen.

Warum legen Broker die Spreads so unterschiedlich fest?

In der Tat fragt es sich, wieso ein und dasselbe Währungspaar wie etwa EUR/USD bei einem Broker 0,5 Pips Spread kostet und beim nächsten Broker 1,2 Pips. Das hat schlicht und erschütternd etwas mit der Handelspolitik des jeweiligen Brokers zu tun. Der Broker mit dem sehr niedrigen Spread hofft, dadurch so viele Kunden anzuziehen, dass er dadurch mehr verdient.