Forex Strategien

Forex Trading Strategien zielen in der Regel darauf ab, kurzfristige Marktbewegungen auszunutzen. Verbreitet sind überwiegend das Ausbruchs- und Trendfolgestrategien sowie das Swing Trading, deren Signale für das Forextrading genutzt werden.

Ausbruchsstrategien für den FX-Handel

Diesen Strategien liegen charttechnische Situationen mit vergleichsweise hohem Prognosewert zugrunde. Ausbrüche erfolgen oft beim Vorliegen folgender Chartmuster:

  • Widerstände und Unterstützungen
  • Trendkanäle
  • Mehrfachtops
  • Chartformationen SKS (Schulter-Kopf-Schulter) und ihre Inversion
  • Keile und Dreiecke

Wer einen Ausbruch handeln möchte, muss das jeweilige Chartmuster kennen und sich vor allem damit vertraut gemacht haben, wie hoch dessen Prognosewert ist. Wenn Widerstände überschritten oder Unterstützungen unterschritten werden, ist ein Ausbruch zwar wahrscheinlich, aber es gibt sehr oft einen Rückschlag in Richtung des Ausbruchspunktes. Aus symmetrischen Dreiecken kann der Kurs nach oben und unten ausbrechen, doch wahrscheinlicher ist der Ausbruch in Richtung des vorherigen Trendverlaufs. Die obere Schulter-Kopf-Schulter-Formation ist zwar ebenso wie die inverse SKS eine schöne Formation, gilt aber schon seit den frühen 2000er Jahren als unzuverlässig. Am ehesten sind Ausbrüche aus engen Konsolidierungen zu erwarten. Der Ausbruch selbst ist noch nicht das konkrete Handelssignal. Die Ausbruchsstrategien dürfte erfolgreich sein, wenn ihre Trefferquote hoch ist, was beispielsweise bei der SKS im Jahr 2017 bezweifelt wird. Trader müssen immer mit Fehlsignalen rechnen, gegen die sie sich mit einem Stopploss absichern. Profis ziehen zusätzliche Kriterien heran, ehe sie einen Ausbruch handeln. Dazu zählen die ansteigende Volatilität und das Über-/Unterschreiten wichtiger Chartsignale der Vortage. Jede Ausbruchsstrategien basiert zu einem großen Teil auf der visuellen Chartanalyse des Traders, die Unterstützung durch Tools für die Mustererkennung erhält.

Forex Trading lernen: Trendfolgestrategien

Jede Trendfolgestrategie geht davon aus, dass sich ein bestehender Trend eher fortsetzt, als sofort zu brechen. Er muss natürlich erkannt werden. Trader suchen nach Aufwärts- oder Abwärtstrends mit möglichst großer Signifikanz. Es gibt hierfür als Hilfestellung Trendlinien, das Verfolgen höherer Hochs/Tiefs oder tieferer Tiefs/Hoch sowie Trendfolgeindikatoren. Eine Trendlinie wird immer aussagekräftiger durch ihr Antesten bei früheren Bewegungen. Das bedeutet: Ältere Trends sind signifikanter als jüngere. Das schafft den Zielkonflikt zwischen dem Erzielen einer hohen Trefferquote und dem frühen Einstieg. Dasselbe Phänomen gilt, wenn Trendfolgeindikatoren zur Definition des Trends eingesetzt werden. Dennoch gibt es aussagekräftige Forex Signale. Eines von ihnen ist der Ausbruch aus einer Konsolidierung in Richtung des vorherigen Trends.

Forexstrategien

Das Swing Trading an der Forex

Die Forex-Werte sind mehr als andere Assets prädestiniert für das Swing Trading. Das lässt sich fundamental begründen. Zwei Währungen werden kaum jemals endlos gegeneinander tendieren. Das würde nämlich bedeuten, dass eine von ihnen gegen die andere wertlos wird, und so ein Phänomen wäre bestenfalls bei einer Hyperinflation zu beobachten. In der Praxis schwingen sich aber vor allem die Major- und Minor-Währungen, die stabile Volkswirtschaften repräsentieren, gegeneinander ein. Die Swings verlaufen auf allen Zeitebenen und können dementsprechend gehandelt werden – selbst intraday. Gedanklich unterscheiden sich Swing Trading Strategien nicht allzu sehr von Trendfolgestrategien. Im Kern nutzt der Trader Korrekturen im übergeordneten Trend (der in diesem Fall ein Schwung ist) zum Einstieg. Das Kaufsignal entsteht im übergeordneten Aufwärtstrend, wenn der Kurs von der Aufwärtstrendlinie nach oben abprallt. Des Weiteren sollte es in diesem Moment keine Hinweise auf einen Bruch des Trends etwa durch das Volumen oder Gaps (Kurslücken) geben.

Was soll eine Forex Trading Strategie prinzipiell leisten?

Unabhängig von der Wahl einer Ausbruchs-, Breakout- oder Swing-Strategie soll der gewählte Ansatz zum Risiko- und Moneymanagement passen. Zur Strategie gehören daher zwingend Vorgaben zur Verlustbegrenzung und Positionsgrößenbestimmung. Die Positionsgröße ist der Einsatz bei jedem Trade. Hinzu kommt der anfängliche Verlustbegrenzungsstopp. Wie wir schon an anderer Stelle erläutert haben, muss beides zueinander passen. Wenn Sie zunächst das Forex Trading lernen, erscheinen die einzelnen Faktoren vielfältig und in ihrer Komplexheit kaum zu bewältigen, zumal es schließlich an der Börse keine eindeutig definierten Situationen gibt. Doch im Laufe der Zeit gewöhnen Sie sich daran, Ihren Ansatz systematisch aufzubauen.